Bevor man sich tatsächlich dafür entscheided, einen Husky in sein Leben aufzunehmen sollten einige Punkte beachtet werden, die den Husky als Rasse durchaus besonders machen:

Zunächst einmal sind Huskies keine typischen "will to please-Hunde", d.h. Huskies haben ihren eigenen Kopf und wollen weniger gefallen als dass sie überzeugt werden wollen etwas zu tun. Sie warten nicht sehrnsüchtig auf den nächsten Befehl und "kleben" ihrem Besitzer am Bein - okay vielleicht mit einer Bratwurst in der Hand :-). Mann sagt daher auch sie wären die Katzen unter den Hunden und das trifft es ziemlich gut. Das magische Worte bei der Erziehung lautet daher "Konsequenz".

Huskies haben ferner einen ausgesprochen großen Jagdtrieb. Natürlich gibts es Unterschiede bei den einzelnen Charakteren, aber sie entscheiden sich i.d.R. lieber für das Verfolgen einer Beute als den Besitzer, der dann verzweifelt "Hier" ruft. Sie sollten daher lieber an der Leine bleiben. Hierfür eignen sich Schleppleinen hervorragend, denn so ist der Hund gesichert und hat dennoch genug Freiraum sich zu bewegen. Selbstverständlich kann mann auch Huskies entsprechend erziehen, aber es ist keinesfalls natürlich gegeben, dass ein Siberian Husky jederzeit zweifelsfrei abrufbar ist. Wenn überhaupt erfordert dies keinen Zwang und übermäßige Strenge, sondern sehr viel Geduld und Liebe. Viele Besitzer müssen diese Erfahrung leider sehr schmerzlich machen, wenn der Hund das erste Mal abgehauen und stundenlang umhergestreift ist. In der Realität ist es also eher die Ausnahme, aber das ist nicht schlimm! Huskies haben genug andere Vorzüge. Das Grundstück sollte aber entsprechend eingezäunt sein und wenn möglich auch über einen Buddelschutz verfügen, denn das ist eine weitere Leidenschaft dieser Rasse. Der einst herrlich gepflegte Garten kann dann schnell aussehen wie ein kleines Mienenfeld :-)

Wer sich schließlich mit den kleinen und großen Macken abgefunden hat, wird schnell feststellen, dass Huskies unheimliche Freude an der Bewegung haben. Wenn man nun nicht unbedingt Schlittenhundesport mit Ihnen machen möchte, sollte man sich dennoch eine Beschäftigung für den Hund suchen bei der er sich entsprechend auspowern kann. Die typische Frage "Aber der muss doch bestimmt hunderte Kilometer am Tag laufen?" Ist übrigens mit "Nein" zu beantworten. Muss er nicht. Selbst Musher trainieren nicht jeden Tag mit Ihren Hunden. Jede Rasse muss ausgelastet werden dabei kommt es nicht auf die Dauer oder die Strecke an, sondern darauf, dass der Hund Spaß hat. Da können auch mal 30 Min Ball spielen viel besser sein als 2h Gassi ohne besondere Vorkomnisse. Das gilt genauso für den Husky wie für den Dackel. Wer jedoch anfängt jeden Tag mindestens 2h mit dem Hund Fahrrad zu fahren oder 5h spazieren zu gehen, wird dies auch tun müssen wenn er krank ist oder eigentlich keine Zeit hat, da der Hund sich daran gewöhnt hat und es dann auch einfordert.

Zum Schluss sei noch erwähnt, dass Huskies auch keine Wachhunde sind. Sie haben schlicht keinen Wachtrieb und freuen sich eigentlich über jeden Kontakt, denn sie sind sehr zutraulich. Bei kleinen Kindern und alten Menschen sollte man etwas darauf achten, dass die Hunde nicht zu stürmisch sind und die Person mitunter umwerfen. Im Gegensatz zu vielen anderen Hunden bellen Huskies auch eher selten, sie jaulen eher. Wer überdies peinlich genau jedes Haar in der Wohnung oder im Haus aufsammelt wird zudem seinen Spaß haben, denn wenn Huskies im Fellwechsel sind kann man gut und gerne einen Pullover aus der abgeworfenen Unterwolle stricken.

Huskies sind keine Einzelgänger, sie lieben und brauchen den Kontakt zu Ihrer Familie und/ oder Artgenossen. Viele Huskies haben daher auch Schwierigkeiten mit dem Alleinebleiben.

 

Wer nach dieser kleinen Zusammenfassung nicht abgeschreckt ist, der kann sich guten Gewissens für einen Husky entscheiden.

 

 

 

 

 

 

 

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zuletzt aktualisiert: 27.10.2020